SPD-Bildungsexpertin Pranghofer will bessere Lernbedingungen statt Monitoring
Die vom bayerischen Kultusminister bei einer Pressekonferenz vorgestellte Erhebung zur Oberstufe des G8 ist für die Bildungspolitikerin Karin Pranghofer nicht aussagekräftig: „Kultusminister Spaenle hat die Schulen selbst ausgewählt, außerdem ist die Zahl der befragten und ausgewerteten Einrichtungen viel zu gering", so die Bildungsexpertin in der SPD-Landtagsfraktion. „Spaenle hat weder Schüler noch Eltern gefragt. Die Meinung derjenigen, die von seiner Schulpolitik betroffen sind, interessiert ihn schlicht nicht", so Pranghofer.
Bayerns Gymnsien brauchen mehr Lehrer und kleinere Klassen
Mit der Untersuchung sollte festgestellt werden, wie sich die Veränderungen der Oberstufe im neuen achtstufigen Gymnasium (G8) auf die Arbeitsbelastung der Schülerinnen und Schüler auswirken. Die SPD-Bildungspolitikerin empfiehlt jedoch, die Fakten weniger „schön zu untersuchen", sondern sie vielmehr zu verbessern: „Bayerns Gymnasien brauchen nicht immer mehr Monitoring und Untersuchungen, sondern mehr Lehrer und kleinere Klassen. Das Kultusministerium wäre gut beraten, die Leistungsbelastung der Oberstufe endlich ernst zu nehmen und die zeitliche Beanspruchung in der Schule und auch zu Hause zu berücksichtigen", so Pranghofer.